Wilma


Gartnervejens Schinzio af Tulle Wilma



Gartnervejens Schinzio af Tulle
Gartnervejens Paranød af Une x Drömvindens Incredible Ivanhoe
Züchterin: Jenni Kochen/Dänemark, Geb: 14. 11. 2016, Farbe: Tricolor, Größe: 32 cm, Rute: lang, Gewicht: 7,2 kg, HD: A, Patellaluxationsfrei
Ausstellung: Junior Winner 2017 der World Dog Show und German Junior Winner 2017

Wilma ist ein richtiges Mädchen. Sie weiß, was sie tun muss, um ihren Willen zu bekommen. Das macht sie allerdings sehr charmant. Ich habe sie mit 15 Wochen aus Dänemark geholt. Meine Tochter und ich haben uns drei Tage Zeit genommen und sind zu Jenni Kochen, die den Kennel Gartnervejens hat, gefahren. Wilma wusste vom ersten Augenblick an, zu wem sie gehört und seitdem weicht sie mir kaum von der Seite. Ganz anders wie der ruhige Buddy, sprüht sie vor Energie und ist fast ständig in Spiellaune.

Leider hat das Leben manchmal andere Pläne. Nachdem ich mit Wilma 2018 erfolgreich die Zuchtzulassung gemacht habe, ging es ans Aussuchen eines passenden Deckrüden. Dabei muss man auf Vieles achten. Er darf nicht zu nah mit der Hündin verwandt sein. Ein freundliches und sympthisches Wesen und gute Gesundheit sind wichtig. Er sollte optisch zur Hündin passen. Da Wilma eher klein ist (32 cm), würde ich keinen 39 cm hohen Danskymann für sie aussuchen. Er sollte im Idealfall kleine Mängel im Aussehen der Hündin ausgleichen. Ein Beispiel: da Wilmas Augen etwas zu groß sind, würde ich keinen Rüden mit ebenso großen Augen nehmen. Wäre Wilme eher unsicher und zurückhaltend, würde ich einen etwas selbstbewussteren Rüden wählen. Da ich unter dem VDH züchte muss der Deckrüde ebenfalls FCI registriert sein. Ich kann also einen Rüden aus dem Ausland aussuchen, den ich mir vom VDH genehmigen lassen muss. Auch schreibt der VDH vor, dass dieser Rüde HD geröngt sein muss.

Die erste Bedeckung verlief erfolgreich und wir erwarteten für Februar die Welpen. Leider starben die drei oder vier Welpen 2 Wochen vor dem Wurftermin im Mutterleib ab und Wilma bekam einen Notkaiserschnitt. Ich habe die Welpen untersuchen lassen, es ist aber nichts gefunden worden, was ihren frühen Tod erklärt hätte. Wilma ging es nach der OP sehr gut und schon ein paar Tage später war sie wieder ganz die Alte.

Im Sommer hatte ich eine zweite Bedeckung geplant. Ich fand einen passenden Rüden in Dänemark und wieder sah erst alles sehr gut aus. Noch eine Woche vor dem Wurftermin sah man ein Welpenherz schlagen. Leider hat auch diese Geschichte kein Happy End. Pünktlich zum Wurftermin gebar Wilma einen Welpen, ein kleines Mädchen. Es war tot. Die Kleine war viel zu klein und es war der einzige Welpe, wie sich nach dem röntgen herausstellte, was auch ungewöhnlich ist. Diesmal war es für Wilma schwieriger, denn alles in ihr war schon auf Mama-sein vorbereitet. Sie suchte tagelang fiepsend nach ihrem Jungen und ich musste ihr Spielzeug verstecken, damit sie es sich nicht als Welpenersatz an die Milchleiste legte. Zudem musste sie Medikamente nehmen, die die Milchproduktion zum stoppen brachte und glücklicherweise wurde sie von einer Milchdrüsenentzündung verschont. Nach diesem traurigen Ereignis beschloss ich Wilma aus der Zucht zu nehmen. Ich weiß nicht warum ihr kleiner Hundekörper keine Babys austragen kann. Aber ich weiß, dass ich die Verantwortung für ihr ganzes Leben übernommen habe, dass ich sie beschütze und für sie sorge. Deshalb werde ich sie einer solchen Situation nicht mehr aussetzen. Das ist für mich ethisch und moralisch nicht vertretbar. Sie ist nun "Frührentnerin" und darf hier ein glückliches Danskyleben mit ihrem Freund Buddy und der kleinen Toffee führen.

AT-Wilma.pdf (3.45MB)
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